Gedichte

Bonmots

Satire Kindergedichte Kindergeschichte Musik Bücher

Bonmots

von Pierre Sens


©Copyright by Pierre Sens



Die Welt hat uns lange genug bewegt,
fangen wir jetzt an
die Welt zu bewegen!



Ich bin nur ein einziger Funke
in dieser Welt.
In mir selbst liegt es,
ob ich die Welt weiter entzünde.



Zu Ende denken -
so vernichtet man Tabus!



Gesellschaftliche Revolution
ist praktisch eine Theorie,
die versucht,
a priori,
mit gewaltsamen Sprüngen
der Gewalt zu entfliehen.



Wenn die Unterdrückung so groß wird,
daß sie einem die Luft zum atmen nimmt
und dabei jede Kreativität zu gewaltlosen Widerstand raubt,
dann bleibt nur noch der gewaltige Widerstand.



Um was es sich zu leben lohnt,
um das lohnt es sich auch zu kämpfen.
Jeder Kampf birgt aber die Gefahr,
genau das zu verlieren,
wofür man meist eigentlich kämpft -
sein Leben!



Es geht immer weiter.

Geht es nicht vorwärts,
so geht`s doch zurück.



Evolution
ist wie eine Schaukel.

Ein ständiges auf- und abschwingen,
um immer höher zu kommen.



Ereignisse fallen wie Sternschnuppen
vom Himmel.



Konsum macht kritiklos.

Luxus mundtot!



Die Gegenwart hat die Vergangenheit überwältigt.

Die Zukunft zerstört dieselbe.



Die Gegenwart wird nicht in der Zukunft für uns zusammengebastelt,
und dann von ihr an uns Gegenwartsmenschen übergeben,
sondern alle Neuerungen finden nur in der Gegenwart statt,
die aber nicht aus dem Nichts kommen, sondern aus der Vergangenheit.



Die Zeitgeschichte kennt kein Gut oder Böse,
nur der Mensch
der sie erleiden muß.



Beurteile nicht immer
die Tat selber,

ob sie für Dich
Gut oder Böse ist.

Beurteile besser manchmal
nur ihre Folgen,

ob sie Dir
Glück oder Unglück
bringen.



Ich kann der ganzen Zeitgeschichte
nicht böse sein,
besonders der Zeitgeschichte
der Menschen nicht,
mitsamt Krieg und Leid,
schließlich hat diese Zeitgeschichte
Mich
endlich erschaffen.
Ohne diesen Geschichtsablauf
wäre Ich nicht am Leben
und könnte nicht erkennen
was Sein und Nichtsein ist.



Der Mensch ist nur wenig von dem
was er zu sein glaubt,
aber mehr
als er selbst von sich weiß.



Was weiß ich,
wer oder wie ich gestern war?

Ich bin doch schon heut` ein anderer
als morgen!



Mehr Mensch ist der Mensch,
der sich selbst als Mensch erkennt.
Denn wer sich selbst als Mensch erkennt,
erkennt sich selbst als mehr,
als nur der Mensch.



Die Philosophie
führt nur zu einem Ziel hin,
zur immer größer werdenden Freiheit
des menschlichen Geistes!



Mein Körper
ist mein Diktator -

mein Geist
mein freies Individuum.



Mein Körper ist das Medium
meines Geistes.

Mein Geist hat das Mandat
über meinen Körper.



Mein Geist
ist mein wahres
Individuum,
mein Körper
verschleiert es nur.



Wie soll man den Tod begreifen können,
wenn man noch nicht einmal das Leben verstanden hat?

Beides gehört untrennbar zueinander!



Man lebt nur einmal -
nur für eine kleine Zeit.

Man stirbt nur einmal -
aber für die Ewigkeit!



Das Leben ist ein kurzweiliges Anhängsel
des Todes.



Das Leben ist dem Tod eine Krankheit,
die er auskuriert.



Wer wußte schon bevor er am Leben war,
was in der Welt geschah?

Und Du willst nun wissen
was der Tod Dir alles bieten kann?
Ein Leben nach dem Leben?

So sage ich Dir:
"Schaue Dir doch bloß Dein Sein
vor Deiner Existenz an,
denn mehr ist auch am Tod nicht dran!"
.



Der Tod ist wie ein traumloser Schlaf,
aus dem man nie mehr erwacht.



Der Tod ist die Vollendung des Lebens
und zugleich des Lebens Ziel.



Nichts ist für die Ewigkeit gemacht.
Außer die Ewigkeit selbst.



Provokante These

(Wahr oder Unwahr?)

Der Wert eines erfüllten Lebens
richtet sich nicht,
a priori,
nach Reichtum und Macht,
auch nicht nach der quadratmetermäßigen Anzahl
unbebauten Landes,
welches einem gehören mag und
welches ertragreich bebaut werden kann,
auch nicht nach der Anzahl eigener Kinder,
selbst sogar nicht nach der Anzahl der Enkelkinder,
sondern einzig und allein nach der Anzahl
der persönlichen Glücksmomente
und ihrer spezifischen Dauer
- sprich: nach der Häufigkeit
und Intensität der Freudensmomente,
welcher ein Mensch im Leben erfahren kann -
die all diejenigen Dinge hervorrufen.



Der größte Ballast im Leben
sind die eigenen Gedanken und das Gemüt.



Willst Du die Frauen richtig verstehen,
mußt Du sie nicht nur von vorne,
sondern auch von hinten mal besehen.
Denn vor dem Kopf betrachtet
schau`n sie alle so schöne
und herzlich aus,
doch siehst Du auch mal hinten rum,
packt Dich oft gar der Graus.



Egal wie reich,
egal wie schön,
egal wie berühmt,
alle haben nur
24 Stunden am Tag -
Freude oder Leid,
darin sind sich alle Menschen gleich.



Mit des Glückes Mächten
ist nicht ewig Bund zu flechten
und deshalb gilt umgekehrt:
schlechte Zeiten verschwinden eines Tages auch,
denn dies ist des Schicksals Brauch.



Der Tod ist das letzte Wort vom Körper,
wo es zum Leben "Nein!" sagt.



Der Tod
ist wie das Sein
vor Deiner jetzigen Existenz.



Jeder selbst hat insgesamt zwei ganz gewisse großartige Möglichkeiten:

zu leben und zu sterben!



Das einzig Gewisse -
ist das Ungewisse!



Die Lust ist der erste Weg zum Schmerz.



Liebe ist wie Opium;
es tilgt den Schmerz der Sehnsucht
nach einem anderen zärtlichen Wesen,
und erweckt den Schmerz wieder -
nach dem Rausch.



Musik ist Sex fürs Gehör!



Dem Menschen reicht nichts zur Genüge.

Der Geist und die Liebe gaben dem Kosmos wohl sein schönstes Licht,
aber das Geistige und die Liebe
erfüllet den Menschen nicht.



Nicht jeder kann -
wie er will.

Da hat die Natur das Leid gebracht.

Aber nicht jeder will -
wie er kann.

Da hat sich der Mensch das Leid
selbst gemacht.



So wie das Kind
sich schon nach dem Erwachsensein reckt,
auch in jedem Erwachsenen
das Kind noch steckt.



Man ist so jung oder alt
wie man sich gibt!

Jung ist man,
wenn man sich älter gibt;
alt ist man,
wenn man sich jünger gibt -
als man ist.



Solange der Mensch noch nicht alles weiß,
solange hat er noch Ideen.



Zum Glück gibt es noch
außer dem kranken Egoismus,
der Gier nach Macht und Reichtum
und der Gier nach dem eigenen Wohl,
ohne Rücksicht
auf das Wohl und Weh anderer,
noch den gesunden Egoismus
der Selbstlosigkeit,
anderen helfen zu wollen,
ohne Bedacht auf das eigene Schicksal,
nur um sein Gewissen
zu beruhigen,
das einzig Wahre
und wirklich Vernünftige
im Leben getan zu haben.



Wenn dem Kranken im Traum
die Gedanken ein Totenlied
wild pfeifen
und ihm scheinbar dabei
böse Mächte umschweifen,
dann verliert jede Logik ihren Grund
und irrationales
wird wieder gesund.



Erst in Hetze und Eile
hast Du keine Langeweile,
denn dann beginnt der Lebenskampf
und der Friede hat Dir abgedankt.

Mit Rast und Ruhe aber
hast Du Langeweile in Deinem Schuhe,
dafür den Frieden in der Brust!



Der Körper -
mal glatt, mal schroff,
mal hart, mal fein,
mögen Dir und mir
das Höchste sein!



Am schlechtesten sind die Menschen,
die zuerst über andere Menschen
schlecht denken.



Lieber nett und ehrlich -
als gemein und gefährlich.



In meinem Herzen
nur mein schönster Schatz,
gutes Essen
hat noch im Magen Platz.



Blumen sprechen von Liebe,
Waffen von Haß.



Pech!

Das ist das schwarze Schaf
des Geschicks.



Manch schöne und romantische Stunden
sind wie eine süßliche Melodie,
man vergißt sie meist nie.



Weder Kunst, noch Fleiß, noch gute Arbeit nützt,
wenn das Schicksal nicht den Tüchtigen schützt!



100
dumme Sprüche
machen noch lange keinen guten Satz!

Drum merke Dir:
Auf die Qualität Deines Wortes kommt es an.
Nicht die Quantität Deiner Wörter
läßt Dich gut vor anderen Menschen bestehen.
Mit sorgfältig ausgesuchten Wörtern,
bist Du überall gern gesehen.



Ein Tor - ein Narr,
der die Welt immer nur
aus fremden Augen sah.

Ein Philosoph - ein Anarchist,
der sich selbst bei der Weltbetrachtung
nicht ganz vergißt.



Man fängt keine Regel
mit der Ausnahme an.
Denn wenn man die Regel
mit der Ausnahme anfängt,
bleibt die Ausnahme
die Regel.



Gut ausgewogene Politik ist wie ein Pendel,
sie schlägt mal nach links und mal nach rechts aus,
verweilt aber die meiste Zeit in der Mitte.

Pendel



Der Mensch vergißt nichts.
Wenn er sich an irgend etwas nicht erinnert, so ist die "Tür" zu diesem Ereignis verschlossen.
Türöffner sind Fotos, Aufzeichnungen, Düfte, Bilder und so weiter.
Wer im Leben viele Türöffner gesammelt hat, der kann im Alter auf ein langes Leben zurückblicken
und (genüßlich) in Erinnerungen schwelgen.



Jedes Ende
ist der Anfang
für etwas Neues.



*