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Gedichte

von Pierre Sens


©Copyright by Pierre Sens





Sehnsucht


Mir war, als hätt` dein Mund
mich sanft auf meine Lippen geküßt,
daß mein Herz vor Freude
nur so springen müßt.

Die Gedanken daran mich wogten
über und über die ganze Nacht,
in ihren Bann sie mich zogten,
zärtlich, lieblich, sacht.

Und meine Träume
glichen einem Freudenhaus,
ich war außer Rand und Bande
und ging doch allein in den Tag hinaus.




Vom "Küssen"


Was wir wissen müssen,
ist das richtige Küssen.

Denn der Kuß ist ernst, er ist kein Spiel,
drum küsse oft, aber nicht zu viel.

Küsse sanft und leicht und mit bedacht,
küsse leidenschaflich, feucht, aber immer sacht.

Küsse nicht zu feste, wenn dann nur leicht gebissen,
sonst sind die Lippen zu schnell verschlissen.

Küsse mit Liebe und Leidenschaft,
damit es beiden Küssenden Freude macht.

Nimm die Zunge mit zum Spiel
und küsse die andere mit sehr viel Gefühl.

Drück sie nicht rein, bis hin zum Schlund,
sondern küsse sie zärtlich sanft, in des anderen Mund.

So wird das Küssen zur paradiesischen Reise,
ob nun wild, sanft, zärtlich, feucht, ganz auf eure Art und Weise.

Mit dem richtigen Maß wird das Küssen so zum Hochgenuß
und es folgt den Liebenden daraufhin Kuß auf Kuß.

Doch der eine Kuß ist vielleicht zu kurz, ein anderer dauert schon etwas länger,
der längste aber ist der beliebte Dauerbrenner.

Wie ihr euch auch küßt, jeder auf seine Art und Weise,
seit ihr nicht allein, küßt nur leise, leise.




Vom "Streicheln"


Das was ein jeder wissen müßt
ist, wie man richtig küßt.

Die meisten wissen es - hurra!
Der Kuß ist auch zukünftig nicht in Gefahr.

Es bleibt die Welt also weiterhin im Lot,
der Kuß ist vom Aussterben nicht bedroht.

Doch das Streicheln ist manchem eine Offenbarung,
nicht jeder hat hier besonders viel Erfahrung.

Dies ist vor allem ein Problem beim Manne,
meint die viel erfahrene Hanne.

Dabei ist es leicht und gar nicht schwer,
man bewegt seine Finger nur hin und her.

Einfach zur Seite bewegt... sowie hoch und nieder...
und das... immerwieder.

Sanft gleiten dabei die Finger über die weiche Haut,
bis sich zärtliches Lustgefühl in allen Körperzellen staut.

Mal sanft, mal mit Druck, und dann federleicht,
die Hände über die Haut hauchzart streicht.

Sanft liebkosend umkreisen die Hände die Brüste,
tasten, fassen sie, greifen zu - voller Gelüste.

Die Hände gleiten hernach über den Rücken bis hin zum Po,
das Streicheln entfacht das Feuer der Lust alsbald lichterloh.

Zärtlich streichelt man nun die Beine hinab bis zum Fuß,
begehrlich sinnlich sanft, dies ist ein erotischer Liebesgruß.

Von den Beinen geht's jetzt höher - zur Pforte der Lust,
auf das bald ein Freudenfeuer hier brennen muß.

Und zwar so heiß wie die brennende Sonne,
oh wahnsinnige Leidenschaft - oh Wonne!

Gestreichelt wird nun alles, vom Fuß bis zur Nase,
und zwar so lange - bis zur Ekstase.

Es wird augenblicklich gestreichelt ohne Ende und ohne Ziel
und vor allem eins: sehr viel!

-
Doch wem es eine Plage ist viel streicheln zu müssen,
der bleibt dann doch lieber beim Küssen.




"Vom schönsten Augenblick"


Im Leben wir immer nach dem Glücke trachten,
mal hat man`s schnell, mal muß man lange warten,
manchmal kommt`s von selbst oder auch nur mit einem Trick,
wonach wir uns stetig sehnen: unserem schönsten Augenblick.

So mancher Augenblick ist gefühlt recht lang,
jeder weiß, alles im Leben geht seinen Gang,
doch gibt es Augenblicke die sind sehr kurz,
gab es in der Liebe etwa einen Sturz.

Die Liebe stürzte ihrem Ende jäh entgegen,
schade, der Don Juan war so schön verwegen.
Doch deucht`s der Frau, es kann so sein,
springt bald ein andrer für ihn ein.

So hat das Schicksal manch schönen Augenblick im Leben parat,
es gibt jubeljauchzend mal Feuerwerk und manchmal dann Verrat.
Da wird zum schönen Augenblick stilisiert der Heiratsantrag,
mal romantisch oder mal abenteuerlich keck, so wie jeder selbst es mag.

Doch kann ein schöner Augenblick auch etwas anderes sein:
Schmuck, Reichtum, Schönheit - oder sonst ein Schein.
Alles Dinge, von denen wir nicht genügend kriegen,
selbst der Held will im Kampfe stets nur siegen.

So reichen ein paar schöne Augenblicke im Leben nicht aus,
neben Frau, Kinder, Auto - will man noch ein Haus.
Und als wäre es all dieser Dinge nicht genug, nicht alles gut genug gemacht,
braucht`s noch zum angeben eine einzigartige große Luxus-Yacht.

Doch reichen auch viele schöne Augenblicke nicht mehr aus zum glücklich sein,
der wirklich "schönste" Augenblick im Leben soll es nunmehr endlich sein.
Davon reicht aber irgendwann dann nicht mehr nur einer davon an der Zahl,
vielleicht gerade noch heute, später will man es lieber hiervon viele Mal.

Der "schönste" Augenblick beispielsweise war der Erhalt des Diamantrings gewesen,
der nächste "schönste" Augenblick war, wo man nach Krankheit war endlich genesen.
Dann kam der "schönste" Augenblick mit dem neuen Auto hinzu,
und dann als Geschenk, ein paar sündhaft teure Schuh`.

So addiert sich nun "schönster" Augenblick zu "schönster" Augenblick,
aneinander Stück für Stück, bis vielleicht mal hin zum großen Glück;
doch gibt`s von den "schönsten" Augenblicken nun doch noch den Allerallerschönsten?
Von wegen! Der schönste Augenblick war der schönste gewesen.

Doch fürwahr, für ein Hochzeitspaar,
war ihr schönster Moment vor dem Traualtar;
und feiern ihn drum nun immerdar
diesen fröhlich jedes Jahr.

Während die einen haben ihr Glück gefunden,
drehen noch andere auf der Suche danach viele Runden.
Dabei hält das Schicksal viele tolle Augenblicke für einen jeden frei,
doch nicht jeder versteht, was davon sein schönster Augenblick nun sei.

Denn so verschieden wie die Menschen sind, sind auch ihre Augenblicke,
und jeder hat eine andere Vorstellung von seinem Glücke.
Der Frau mag da die Hochzeit das Allerhöchste im Leben gewesen sein,
dem Mann dagegen ist es stets nur sein Fußballverein.

          *

Nun mein Schatz, Du siehst, schöne und schönste Augenblicke gibt es im Leben viele,
in der Liebe, beim Sport und beim Spiele.
Doch für mich ist davon der schönste Augenblick aller Schönen,
kann ich Dich nach Herzenslust verwöhnen.




Buch des Lebens


Im Buch des Lebens steht geschrieben,
das die Schönen Reichtum und die schönen Dinge kriegen.

Nicht immer, fürwahr,
etwas Reichtum und Glück ist auch für die anderen noch da.

An erster Stelle, ganz im Plus, steht das Lieben,
doch müssen sich zwei erst dafür einmal kriegen.

Ein großes Minus, das ist der Verrat,
die Liebe hält viel davon parat.

Aber nicht immer wird man vom Allerliebsten abgeschrieben,
es kommt darauf an, ob die Dinge richtig liegen.

Man muß halt wissen, Liebe ist so eine Sache,
die nicht immer nur Vergnügen mache.

Dieser Aberglaube ist nämlich weit verbreitet
und hat so manchem schon zu Dummheiten verleitet.

Lieben tut man oft vergebens.
Geliebt zu werden, dagegen, ist der Sinn des Lebens.

Ob im Buch des Lebens steht am Ende ein Minus oder Plus,
zeigt uns das Leben erst leider ganz zum Schluß.




Das Buch der Wünsche


Im Buch der Wünsche steht geschrieben,
wie viele Wünsche erfüllt wir im Leben kriegen.

Auf Seite 1 steht dafür mittig eine Zahl (oder das Blatt bleibt leer).
Dort steht dann 10 oder 50 oder 100 oder auch viel mehr.

Auf Seite 2 fängt das erste Kapitel an,
es ist für das junge Mädchen oder für den kleinen Mann.

Denn schon in jüngsten Kinderjahren,
wird man viele Wünsche haben.

Diese möglichst zu erfüllen ist des Lebens Brauch,
darum stehen sie im Buch der Wünsche auch.

Das zweite Kapitel ist für die Jugend gedacht,
die oft wild ist und manchen Unfug macht.

So manchen Wunsch hat sie erfüllt bekommen,
doch vieles wurde im Sturm und Braus der Jugend wieder genommen.

In Kapitel drei ist die Liebe das große Glück,
es ist Theater, aber für viele im Leben das schönste Stück.

Drum ist auf der Hitliste der Wünsche die Liebe unter den ersten drei,
außer Liebe wünschen sich viele noch Macht und Geld herbei.

Das vierte Kapitel handelt von denen die sich innig lieben
und insbesondere davon, daß sie Kinder kriegen.

Doch wohl gemerkt und stets bedacht,
ist es für viele ein besonders vergnüglicher Wunsch, daß man sie erst macht.

In anderen Kapiteln geht es um schwere Zeiten und bittere Not,
der eine wünscht sich Linderung, der andere Brot.

Wer krank ist will genesen sein,
wer durstig ist will Wasser, der Vergnügungssüchtige Wein.

Zu guter letzt kommt das Kapitel vom Tod,
viele holt er aus dem Leben, manchen aber auch aus qualvoller Not.

Wie viele Wünsche wir im Leben letztlich wirklich erfüllt bekommen werden,
erfahren wir erst, liegen wir im Sterben.

Und dann folgt noch ein Zusatz-Kapitel, mit der Nummer acht,
dort steht, wer als nächster Mensch das Buch der Wünsche aufmacht.

Am Ende dieses Textes will ich hier noch mal ganz persönlich sein
und schreibe deshalb noch zwei Zeilen rein.

Denn auf meiner Hitwunschliste (und das ist überhaupt der Clou),

stehst, Allerliebste, ganz oben Du!




Das Liebesrezept


Die Liebe wird wie ein Kuchen gebacken,
drin sind unglaublich bezaubernde Sachen.
Für diesen Kuchen bedarf es im übrigen keiner Nüsse,
sondern nur vieler tausender Küsse.

Die erste Zutat, wie schon genannt, ist der Kuß,
der einfach täglich mehrmals sein muß.
Streicheln soll man oft, vor allem in der Nacht,
bevor man seinen Bubu macht.

Die Liebe durchgeführt mit Leidenschaft,
gibt der Frau Mut, dem Manne Kraft.
Drum darf der Mann für seine Frau öfters mal Verständnis haben
und sie auch gerne hin und wieder auf Händen tragen.

Mit Herzlichkeit zu jeder Zeit am Tag,
zeigt er ihr, wie sehr er sie mag.
Wird man zur rechten Zeit noch zärtlich und sinnlich sein,
stellt sich die Liebe wie von selber ein.

So fließen verschiedenste Ingredienzien ins Rezept mit ein.
Ein zauberhafter Liebeskuchen wird er dann letztlich sein.
Ist er fertig, darf man reichlich davon naschen,
und sich sein Liebesglück damit erhaschen.

Und zum Schluß, dies ist kein Scherz,
ist er gebacken in der Form eines Herz.
Und damit die Liebe nun zeitlebens bleibt,
ist dieser Kuchen gebacken für die Ewigkeit.

Und findest Du, dieses Liebesrezept ist nicht der Clou,
dann schreib mir Deins! Was vor eins hast Du?




Brief für Dich


Einen Liebesbrief möcht` ich schreiben,
meiner Süßen in der Ferne.
Sie hat mich nicht drum gebeten,
doch schreib` ich ihr gerne.

Schreiben macht meine Seele freier,
drum bring` ich meine Gedanken aufs Papier.
Kaum nachgedacht kreist schon mein Schreiber
und ich sitz` sehnsüchtig am Schreibtisch hier.

Doch sind wir zusammen,
wird irgendwas schönes gemacht.
Und wir haben immer
gerne viel dabei gelacht.

Doch sind wir in der Ferne wieder,
bleibt mir nur Stift und Papier,
dann schreibe ich meine Gefühle hernieder
und meine Gedanken sind stets bei ihr.




Heftig geküßt


Mir war, als hätt` dein Mund
mich still und heimlich geküßt,
so doll und heftig,
daß ich Nachts hab` davon träumen gemüßt.

Doch war es nur ein Traum?
Deine Berührungen waren ganz zärtlich sacht,
so echt, als wärest du hier im Raum,
mitten in der dunklen Nacht.

Mein Herz brannte daraufhin lichterloh,
ich breitete meine Arme aus
und in meinem Träumen ich floh,
mit dir weit in die Welt hinaus.

Ich floh mit dir im Nachtgewande,
ziellos, denn vom Ziel sah man keinen Schimmer,
auf und ab durch alle Lande
und das für alle Zeiten - ewig -, ja ganz für immer.

Dorthin wo die Liebe ist,
weil`s dort einfach schön sein müßt,
und wo man sich niemals vergißt,
weil man von morgens bis abends sich heftig küßt.




Der Schuft


Ein Schuft
(auch ein Mensch,
ein sogenannter Liebesabenteurer)
entfachte bei den Damen
immer ein gefährlich erotisches Feuer.

Das Feuer fraß sich meist von oben
feinfühlend durch die Haut,
bis es tief ins Herzerl der Geliebten gelang;
und wenn die Dame von diesem Herrn nun sprach,
es aus ihrem Munde
nur noch überschwenglich klang.

Bereit war die Dame nun
ihm alles zu geben,
außer Geld
auch ihr ganzes Leben.
Das erstere nahm der Schuft auch gerne mit
und meinte,
für den Rest seien sie damit wohl quitt.

Während die Dame enttäuscht und weinend
- gar verzweifelt -
in ihrer Wohnung da stand,
führte er schon fröhlich die Nächste
durch die Einkaufsstraßen
an der Hand.

Bis auch diese vom Feuer gepackt,
gab ihr ganzes Geld für ihn aus,
stand auch sie zum Schluß
verarmt und einsam in ihrem Haus.

Die nächsten Opfer hatte der Schuft
sich bereits schon ausgewählt
und so die Damenwelt
so nach und nach gequält,
bis eines Tages er an die Richtige kam,
die ihm das ganze erheuschelte Geld
gnadenlos wieder abnahm.
Da indes gelobte der Schuft feierlich:
"Dich holdes Weib, Dich verlasse ich nicht!".

Und da diese ihm aufgrund der löblichen Worte
mit zum Traualtar nahm,
wurde er schließlich bei ihr auch noch zahm.
Doch als verfrüht sie starb
und hernach lag in einer Gruft,
da wurde er wieder -

der alte erbärmliche Schuft!




Ruf mich mal an!


Wer will? Wer mag? ... mich rufen!
Flitz Schall los zu mir, wie auf Kufen.
Süße Worte will ich in meinen Ohren hören,
Deine Worte sollen mich betören,
Worte - wie von Liebe schwer getragen,
Worte, so wertvoll, wie tausend Gaben,
Worte immer dicht an größter Freude dran.
Nun rufe mich, wenn Du willst, auch mal an!




Verliebt in Dich


Ich habe so ein herrliches Gefühl,
als hätte ich Schmetterlinge im Bauch
und dies so stark,
als wären es Elefanten auch.

Verliebt bin ich, wie ein Teen,
meine Gedanken ziehen mich
magisch zu Dir hin.

Verrückt das Ganze, ich weiß.
Aber was heißt schon verrückt?

Deine Nähe bedeutet mir Glück.




Zeit Deines Lebens


Wieviel Zeit im Leben hast Du?

Wieviel Zeit davon hast Du Ruh`?

Wie oft mußt Du Dich hetzen?

Wieviel mal im Leben
wirst Du Dich verletzen?

Wie oft wirst Du den Frühling sehen?

Wann wirst Du den Sinn
Deines Lebens verstehen?

Und meinst Du nicht auch dann und wann,
daß die Welt nur durch die Liebe
erst bestehen kann?

Und das alles,
was wir in unserem Leben geben,
nur geschieht
durch der Liebe Segen?

Das man auch nur von Herzen geben kann,
durch dieses Liebesband?

Das dieses Band trennt und vereint?

Beglückt und verneint?

Zeit Deines Lebens?




Liebe


In der Liebe
Du den Tag, die Zeit und Dich vergißt,
weil Du bei der Liebe
zwei in einem bist.

Du Dich an der anderen Haut Dich schmiegst
und immer fester drückst,
in der Hoffnung
das Du sie bald besitzt.

Du willst, daß sie wird wie Du,
in Dich verschmilzt,
daß Du wirst wie sie,
weil Du eine Einheit willst.

Ja, immer nur,
weil Du mehr
als nur Du
sein willst!

Dein Körper will übergehen
in ihr Fleisch und ihr Blut.
Doch die Hoffnung wird nie erfüllt,
weil Ihr euch sonst nie wieder lieben tut.

Obwohl Ihr seid zwei
seid Ihr euch einig,
daß die Liebe die Seele reinigt.

Und Ihr fangt die Liebe
immer wieder von vorne an,
weit weg vom falschen
menschlichen Verstand.

Das Ihr erfahrt was Liebe wirklich ist,

das höchste und schönste Gefühl,
das im Menschen ist!




In tiefster Liebe


So wie die Lüste mich wiegen,
so werden die Gefühle mit mir spielen.

So wird`s in mir
mal kalt, mal heiß,
mal friere ich,
mal tropft mir der Schweiß.

So kommt mir dann noch der Schmerz,
mal tief von Sinnen,
mal aus dem Herz.

Wild pocht in mir das Blut,
hämmernd in meinem Kopf,
klopfend in meinem Fuß.

Und das Herz schlägt
in hohen Tönen
auf und nieder,
in meinem Geist spielen tausend Lieder.

Ein Konzert ohne Dirigent beginnt ....
... ein Anfang ohne Ende ....
... mein Geist sich auf die Ouvertüre besinnt.

Und dann,
wo das Instrument über den Spieler siegt,
die Musik gar Flügel kriegt,
nur noch ein Schauer durch meinen Körper rinnt
und mein Geist dabei in voller Kraft,
ihn auch noch ganz schwerelos macht,
fühle ich,
was man sich manchmal nicht denken kann,

das Liebe gibt,
was Verstand nur verderben kann!




Liebesschmerz


Vor lauter Liebe schmilzt mein Herz
und mit dem Schmelz
da stirbt mein Schmerz!




So ist die Liebe


Die Liebe ist...,
die Liebe war....,
nicht nur zum Küssen willen
für die Liebenden da.

Die Liebe kommt
und die Liebe vergeht,
Jahr für Jahr.

Und küsset ich dich ewiglich
und würde ich dir jeden Wunsch stillen,
so ist es heute gut,
doch morgen schon vielleicht
nicht mehr dein Willen.

So ist die Liebe!

Ja, so ist sie
die Lieb`,
sie gibt oft her
und nimmt wie ein Dieb,
man kann sie nicht bezwingen,
man muß versuchen
hin und her
und wagen,
ob sie wird gelingen.

Und wer es nicht wagt,
der wird sie nicht erhalten,
eher wird man sich mit dem Teufel
über das Leben und die Lieb` unterhalten.

Die Liebe will,
so sein wie sie immer war:
zwei Ich
werden zu einem Paar.

Und überhaupt!

Deine Liebste will,
ganz ohne Pein,
von dir einfach
nur erobert sein.




Weltenlauf


Der Tag ist rum, die Schatten werden länger, haben jetzt Gewicht,
am Horizont verdrängt die Nacht das letzte Licht.
So ist der stetige Weltenlauf,
mal geht die Sonne unter, mal geht sie auf.

Immer zeitig und nie irgendwann.
Mein Stern, mein Glück, mein Schicksal! Ja die Zeit sie verrann.
Ach bekäme ich verlorene Zeiten doch nur wieder her,
mein Herz tät zerspringen, als wenn`s mein letzter Tag nun wär.

Von den Dächern her pfeift es schon jeder Spatz,
ich verlor vor Zeiten einen geliebten Schatz.
Doch fand ich ein neues Juwel. Seht wie es die Welt erleuchten kann!
Dieses Juwel, meine Frau, steckt mit ihrer Freude jeden glückstrahlend an.

Doch sollt auch ihr von Amore mit Liebe beschenket sein,
gerne schießt er seinen Pfeil in euch rein.
Denn auch hier trifft zu der Weltenlauf,
mal geht die Liebe unter, aber ein anderes Mal geht sie wieder auf.

Ihr Liebenden dieser Welt, wißt ihr schon?
Aus der Liebe entbrennt Tochter und Sohn!
Drum seht zu, daß ihr zueinander find`,
die Welt will von euch ein Kind!

Und mit jedem neuen Kinde in dieser Welt,
das Glück nach jemanden Ausschau hält.
Auf das Amore noch viele Pfeile abschießen kann.
Trifft er nicht daneben, so trifft er immer Frau und Mann.




Herzallerliebste


Ich wollt` ein Liebchen finden,
so zart und sanft wie die Nacht.
Wollt`s gleich an mir binden,
doch eisern hält Wotan noch die Wacht.

Der Mond war aufgegangen,
still und einsam ruht der See.
Tränen flossen von deinen Wangen,
sag`, was tut dir nur so weh?

Willst du nicht zu mir sprechen?
Damit ich dein Leid vor meinen Augen seh`.
Willst du nicht dein Schweigen brechen?
Hübsch Liesl, Liesl von der See.

Hast du nicht den Tag genossen?
Warst du nur allein?
Sind die darum die Tränen geflossen?
Willst wohl immer bei mir sein...

Laß dein Schicksal nicht trüb verderben,
du weißt, das ich auf dich steh`.
Stetig will ich um dich werben,
küssen will ich dich, sobald ich dich nur seh`.




Liebesglück


Hab` ich nun dein Herz gewonnen (?),
du hübsche Glück versprühende Braut,
ist`s so als schienen tausend Sonnen,
hellfreudiges Licht, wohin man nur schaut.

In meiner Seele tiefsten Grund
denke ich nur an eins (glaube das nur gerne),
küssen will ich deinen schönen Mund
und es leuchten mir dabei die Sterne.

Dein Haar so goldig, wie die Sonne,
deines Augen Blick, der viel verspricht,
deine zarten Hände, welche Wonne,
mein Herz von Liebe spricht, ...

.. weil

Amores Pfeil ganz tief in meinem Herze sticht.




Sehnsuchtsgedanken


Mein Liebling du bist so froh und munter,
ewig will ich dich so seh`n,
in meinem Leb` ging so manches drauf und drunter,
doch nun will ich immer zu dir steh`n.

Mein Herz das pocht so wild und stark,
in Gedanken bin ich immer bei dir,
du glaubst gar nicht, wie sehr ich dich mag,
doch wann kommst du nur zu mir?

Schöne Blumen möchte ich dir pflücken,
Rosen rot und weiß,
in Zukunft soll uns alles glücken,
bei manchen Gedanken wird mir richtig heiß.

Doch noch bin ich allein,
dabei wäre ich lieber bei dir,
denk nur, ich bin dein,
also sag`, wann kommst du zu mir?

Zärtliche Worte will ich dir schenken,
heiße Berührungen sollen dich betören,
Küsse überall, wo das kannst du dir denken,
und ewige Liebe - die will ich dir schwören.

Voller Sehnsucht ist mein Herz -
und ein solches schnitze ich in einen Baum.
Das Warten bedeutet mir seelischer Schmerz.
Und vielleicht bleibt alle Hoffnung doch nur ein Traum.




An eine große Liebe

- letzte Widmung -


Jetzt ist es wirklich mit uns aus
und alles ist nun vorbei.
Es schmerzt mir so tief im Herz,
daß ich schrei`.

Der Schrei durchbrach die Stille
in dieser Nacht,
schweißgebadet
war ich aufgewacht.

Vorbei, vorbei -
rauscht es mir im Ohr.
Du weißt,
wieviel mein Herz an Dir verlor.

Und immer weiter
treibt die Zeit
Dich von mir fort ....
... immer weiter fort.

Es bleibt mir nur die Sehnsucht
hier am Ort -
und diese gewaltige Stille!

Und Einsamkeit hüllt mich ein,
in ein Schweigen von Traurigkeit.

Und immer stiller wird das Schweigen,
voll von Traurigkeit,
ja - voll von Traurigkeit.

Und zurück bleibt nur die Liebe -
eingebettet in einer unbeständigen Wolke,
... einer Wolke voller Erinnerungen,
gefüllt mit Hoffnung.

Und der Schmerz
hält mich noch weiter gleißend wach,
doch um mir herum
bleibt es weiter dunkle Nacht!




Lied voll Traurigkeit


So wie Dir,
wird es mir nie ergehen.
Denn nur in Dir,
bleibt die Zeit für immer stehen.

So wie mit Dir,
wird es mit mir nie geschehen,
denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Du suchtest bei mir die ewige Liebe,
doch Du fandest nur den Schmerz.
Traurig blieb Deine Seele
und traurig blieb auch Dein Herz.

So wie mit Dir,
wird es mit mir nie geschehen,
denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Doch wo warst Du als ich Dich brauchte?
Voll Eitelkeit strotztest Du!
Ich brauchte Deine Liebe,
doch Dein Herz blieb für mich zu.

So wie Dir,
wird es mir nie ergehen,
denn nur in Dir,
bleibt die Zeit für immer stehen.

Du dachtest zuletzt nur noch an Trennung
und bautest schon in Gedanken
alle Türen hinter Dir zu.

Doch ich hielt Dir alle Wege noch offen,
in der Hoffnung
wir kommen wieder aufeinander zu.

So gut wie Dir,
wird es mir nie mehr ergehen,
denn die Zeit bleibt nicht stehen.

Doch genauso wie Du,
schließe auch ich
manchmal meine Augen zu.

Und dann lasse ich die Welt allein
und bleibe zurück,

... vergessen, verloren und
in Einsamkeit.




Verlorene Liebe


Sei nicht traurig, traurig,
daß die erste Liebe schon vorüberzieht.
Das Ende war zwar recht schaurig,
doch schneller vergeht der Schmerz, wenn man vergibt.

Alles ist in Bewegung, Bewegung,
ach, das Grübeln ..., das laß doch sein,
Melancholie bringt keiner Seele bessre Regung,
das schafft nur heitrer Sonnenschein.

Tue lieber singen, singen,
kräftig und frohgemut aus voller Brust,
lasse eine Frühlingsmelodie erklingen
und das Leben ist dir wieder eine Lust.

Laß ein in dein Herz neue Liebe, ja Liebe,
sei dafür immer und stets bereit,
auf das ein jeder sie im richtigen Moment kriege,
heute wie gestern - und in Ewigkeit.




Fremdgänger


Wer gehen will mit einer Andern,
und läßt sein Liebchen Zuhause stehn,
dessen Seele wird wandern
und mit ihr ein Stückchen Ehre gehen.

Es ist vom Glück nur ein Zipfel,
nur ein kurzer Augenblick der Herrlichkeit,
es ist noch lange nicht des Glückes Gipfel,
das liegt in der Ferne weit.

Hast du die Neue auch gerne
(was kann deine Seele schon dafür?),
denkst nicht mehr an das Liebchen in der Ferne,
wichtig ist nur der neuen Liebe Kür.

Was gilt schon Treue?
Treue aus frisch verliebten Mund.
Wichtig ist jetzt nur die Neue!
Doch reicht dies aus zum Grund?




Verliebte in der Natur


Lausch nur wie die Bäche rauschen
und das Sonnenlicht sich im Wasser bricht.
Und wie die Blätter im Wind sich wiegen
und dabei das Wasser schäumt sich auf zur Gicht;
sind da zwei Verliebte, die wollen sich kriegen,

(stille, stille, die Welt hält inne,
wenn er sie zärtlich küßt)

ist es so, als wenn man vor Freude
ins Wasser springen müßt.

Auf auf, wollen wir mal lauschen,
von wem denn da die Rede ist!

Es fliegt und summt und der Flügel schwingt,
ganz klar, hier geht es um die Biene,
die andere aber, um die die Welt sich dreht,
ja das ist die Tine.

Und wer denn da wohl die andere Person nun wär?
Ich glaub`, man nennt ihn Alexander.




Worte


Worte kannst Du
peitschen, treten,
lieben, hassen.
Worte können nicht fühlen,
aber uns fühlend machen.

Worte kannst Du beschimpfen.
Worte werden sich beschimpfen lassen.
Doch wenn Worte schimpfen,
wirst Du die Worte hassen.

Worte kann man nicht sehen
und nicht ergreifen.
Und doch müssen wir
nach Worten handeln
und müssen sie begreifen.

Worte können uns lieben lassen.
Mit Worte können wir andere hassen.
Worte haben hin und wieder solch eine Macht,
daß sogar ein einzelnes Wort
manchmal einen anderen Menschen
aus uns macht.

Worte können zu Aufstand führen
und sogar den Weltbrand schüren.
Doch Worte werden von Menschen gemacht.
Und aller Haß ist Menschenhaß.

Und alle Liebe
ist Natur.

Und Liebe, Worte, Haß,
rührt vom Geiste nur -

vom Geiste der Natur.




Die Natur


Die Natur hat weder
Kern noch Schale,
alles ist sie
auf einem Male.

Sie ist kein Kuchen
der von einem Bäcker wurd` gebacken;
kein Schöpfer brauchte daher
jemals sie zu machen.

Die Natur wurde zur Existenz
auch durch nichts gezwungen,
sie ist durch ihre Eigenschaften
selbst dazu gedrungen.

Denn was ewig ist
wird nicht erst geschaffen,
Unendlichkeit sind ihre
stärksten Waffen.

Obwohl die Welt
aus so vielen Einzelteilen besteht
und jedes Teil durch sich selber lebt,
sind alle Teile zur Natur zusammengefaßt,
damit auch alles ineinander paßt.

Doch alles das,
was wir als Einzelteile sehen,
sind nur die Formen
ihres dynamischen Geschehens.

Und alles das,
was sich formt und sich wandelt,
der Mensch als Materie, Raum und Zeit
behandelt.

Denn unser Leben
steht immer auf der Waage,
doch nur solange wie ich das Leben
als Gedanken in mir habe.

Doch zum Schluß,
das ist ihr Brauch,
lösen auch die Gedanken
sich von selber auf.




Der Erfolgsmensch


Ein Mensch
- ein gar überg`scheiter -
erklomm des Erfolges
Himmelsleiter.

Gebuckelt, geruckelt,
geackert, geschoben,
hat er sich von unten
bis ganz nach oben.

War der Weg für ihn
zwar lang und schwer,
doch bereut hat er dies
nimmermehr.

Denn dort angekommen,
wo er anderen hat was zu sagen,
brauchte er außer Verantwortung
nun nichts mehr zu tragen.

So lebte er ohne Last
still und bequem vor sich hin,
hart zu arbeiten
kam ihm nicht mehr in den Sinn.

Bis eines Tages kam ein neuer
Erfolgsmensch die Leiter hinauf,
da war`s mit der Bequemlichkeit
für ihn wieder aus.




Von der Wiege bis zur Bahre


Ins Leben kam ein jeder nicht als Held,
sondern als Bettelmann auf die Welt.

Kein Hemd, keine Hose, keine Schuh,
nein, völlig nackt warst du.

Unschuldig guckend aus großen Kulleraugen,
gerade fähig an Mutters Busen zu saugen.

Bist darauf angewiesen, daß man dich hegt und pflegt
und alle Welt sich um dich dreht.

Doch nach Jahren groß geworden,
verfolgen dich die ersten Sorgen.

Das Leben ist dann nicht immer heiter,
doch manch einer klimmt nach oben auf des Erfolges Leiter.

Stolz zeigt ein jeder dann was er hat her,
ein Pferd, Sportwagen, Haus und noch viel mehr.

Doch leider - oder gottlob - ist so der Weltenlauf,
hört jedes Leben zu leben einmal auf.

Hast du im Leben für Pomp und Glanz gerackert,
bist du unter der Erde wieder ganz nackert.

Alle Kunst, Urkunden, Trophäen die du geschaffen oder bekommen hast,
sind auf deiner letzten Reise unnötiger Ballast.

Drum bleibt auch alles zurück, ist es auch Goldes wert,
kommst du eines Tages unter die Erd.

Entschwebst du dann ins Himmelreich,
wirst du dort oben merken, alle (ob Bettler oder König) sind da gleich.

Nichts von allem, selbst den schönsten Dingen, brauchst du mehr, wenn du verstorben bist,
weder als Moslem, noch als Heide, Jude, Ungläubiger oder Christ.

In den ersten Tagen bringt dein Tod manchem Freude oder auch Unbehagen,
doch ganz vergessen bist du dann nach vielen vielen Jahren.

Was hat dir also genutzt berühmt zu sein oder Besitzer von einem Palast?
Dein Grab unter der Erde wird dir sein ein enger ungemütlicher Knast.

Egal was du im Leben warst oder in deinem Besitz hattest, da kannst du ruhig fleh`n,
nichts davon wirst du, nach Eintritt deines Todes, je wiedersehen.

Du verabschiedest dich von der Welt, oh Gott erbarm,
vollkommen arm!

Hattest du im Leben auch reichlich was besessen,
deine Erben werden es verprassen und verfressen.

Hinterließest du also ein Vermögen, so wird es deinen Erben gut ergehen,
wie schon erwähnt, du wirst davon nichts wiedersehen.

Ob Reichtum gewonnen oder reich geworden durch einen geschickten Kauf,
alles löst sich für dich, im Todesfall, ins Nirwana auf.

Von der Wiege bis zur Bahre,
vermögen dir vergehen viele Jahre.

Doch ist dann die Zeit für den Abschied gekommen,
so hast du, außer die Zeit gehabt zu leben, nichts gewonnen.

Drum lebe dein Leben genußvoll und ohne Gier,
denn alle Werte die du schaffst, nimmste nicht mit, die bleiben hier!




Deutschland


Deutschland in Wintertagen.
Deutschland in der Nacht.
Deutschland voller Unbehagen,
stürzend, taumelnd
und um die Sinne gebracht.

Deutschland, mein Deutschland,
sag`, wo gehest du hin?
Deutschland lieb Vaterland,
bist so furchtbar abgezockt und abgebrannt,
sag` mir, wo ich bin?!

Deutschland, oh Deutschland,
deine Menschen sind in Not.
Deutschland, oh Deutschland,
wer gibt den Menschen jetzt
ihr kümmerlich täglich Brot?

Deutschland feiert nimmermehr Feste.
Deutschland wurde um sein Reichtum gebracht.
Deutschland wir wünschen dir nun das Allerbeste,
hier gehen jetzt die Lichter aus,
also dann Deutschland: "Gute Nacht"!




Aufwachen!


Der Staat ist hin, er zerbricht,
auf die Nation fällt ein trübes Licht.
Gebückt gehen ihre Bürger, schauen nicht mehr auf,
auf ihre Kunst und Kultur steht: „Ausverkauf “!

Ins Land gelassen haben sie jedes arme „Lamm“.
Weil nie wieder sein darf: „Sieg, Heil, meine Nation“. O Gott verdamm!
Die Zeit, als diese Worte fielen, ist schon lange her,
es ist, als ob jedes Wort davon vom Teufel gewesen wär.

Drum ist Deutscher zu sein heute noch immer eine schwere Bürde,
man kann sein Haupt dennoch weiter tragen - mit Würde!
Doch soll`s nun der Islam sein, der dieses Land erleuchten kann?
Nein! Aber damit fängt das Feuer im ganzen Land zu brennen an!

Ihr Söhne und Töchter dieser Nation,
wachet auf, das Feuer brennet schon!
Es verdirbt den Wein und auch das Korn.
Erhebt Euch, sonst bleibt Euch in Zukunft nur Euer Zorn!




Brief eines im Kriege Gefallenen an die Lebenden


Weh` mir,
das Schicksal hat mich im trüben gelassen,
nun lieg` ich da,
einen halben Meter unter der Erde,
ganz still im Nassen.

Die Würmer quälen mich,
vom Scheitel bis zur Sohle,
kitzeln unterm Hemd
und selbst gar in der Hose.

In meinen Augenhöhlen
krabbelt der Ameise Brut,
es ist hier unten im Grab so kalt und finster
doch ihre Säure brennt heiß wie Glut.

So habe ich es mir nie träumen lassen,
als ich in den Krieg gezogen war.
Stolz zog ich hinein
und nahm mir die beste Waffe,
und glaubte nicht
an die eigene Todesgefahr.

Kanonendonner liegt
noch immer über dem Feld
und dringt durch die Erde hinein
in mein einzig übriggebliebenes
und schon leicht verwestes Ohr,
wo es der Käfer und Schnecken wegen
summen und klingen sollte,
doch dröhnt es in ihm nur.

Über mir auf den Wiesen
hängen noch immer
diese mörderischen Nebelschwaden,
ihre Gase rauben denen, die noch leben,
ihren letzten Atem,
dabei liegen auf den Äckern schon
Tausende erstickte Soldaten.

Über ihnen zucken noch immer grelle Blitze,
und lodernde Flammen erhellen
überall Dunst und Rauch,
krachend bricht weiter das Unheil
in das Land hinein
und verwandelt Häuser in Steine
und Steine in Staub,
ja - das letztere,
das geschieht mit den Menschen auch.

Fetzen von Menschen liegen überall umher,
in Blut getränkte Gewehre
schießen auf einmal nicht mehr.
Schreie mischen sich mit
unter jedem Granatenknall,
daß man es sogar hören muß,
dort draußen weit im Weltenall.

Von allen Seiten schießen die Geschütze auf die Soldaten ein,
ein Druck, ein Bersten
und dann das Schrei`n.
Dann fliegt die Erde hoch in die Luft
und schafft im Boden Ruhe für die Toten,
jedermanns letzter Platz ist hier die Gruft.

Weg wollte man von hier,
weg von dieser Schlacht,
bei der selbst ein Teufel
gar Alpträume
und wohl noch Todesängste hat.

Doch gibt es von hier kein Entrinnen,
das Ende ist immer der Tod.
Mag kein Lebender glauben,
wie einsam es hier unten einem fröstelt,
so andauernd hungrig und dürstend,
doch unter der Erde
gibt es weder Wasser noch Brot.

Drum ist die Erkenntnis der Geschicht`:
ziehe Soldat,
von einem Land zum anderen,
ziehe Soldat,
von Pommern bis nach Flandern,
ziehe Soldat,
wenn es sein muß bis vor das Kriegsgericht,
ziehe Soldat,
aber ziehe in einem Kriege nicht!

Bild zum Gedicht >>hier<<




Verführer und Verführerinnen


Die Welt die ist von Sinnen,
läßt sich führen
von Verführern und Verführerinnen.

Die Welt ist stets zum Kriege parat.
Ihr wichtigstes Geschütz
ist der einfache Frontsoldat.

Die Welt ist dem Diktator sein Steckenpferd,
er will sie haben,
doch ist sie ihm nicht viel wert.

Die Welt gehört dem Adel,
erst dem Kaiser, dann dem Offizier
und schließlich auch seinem Madel.

Die Welt gehört ansonsten dem Held,
wenn er nicht
auf dem Schlachtfeld fällt.

Die Welt strebt von Krieg zu Krieg,
weil ein jeder Trottel glaubt:
"Wir erringen den Sieg!".

Die Welt ließe sich schon zum besseren bringen,
doch nicht solange sie regiert wird von
Verführern und Verführerinnen.

Bild zum Gedicht >>hier<<




An meinem Kinde

(Abschiedsbrief)


Ach mein Kind,
allem Leid und Weh`,
sag` ich nun ade.

Mein Leben war ein einz`ger
Schmerzensschrei,
voller Angst, voller Unruh,
voller Hoffnung, voller Träumerei.

Es war ein Leben,
voller Arbeit, voller Sorgen,
voller Hast und selten einmal Rast.

Es war ein Leben,
das mit dem Streben nach Reichtum
und nach Macht,
nun doch kein glückliches Ende
gefunden hat.

Ich habe nur den Dingen
der anderen nachgelebt
und nie nach mir selber
mal gestrebt.

Drum bleibt zurück auch ein NICHTS
und niemand wird erinnern
sich an mich.

Heute sehe ich die Fehler,
die ich so oft in meinem Leben
hab` gemacht.

Doch jetzt ist's zu spät,
alles geht nun von alleine
seinen Weg.

Bald hab` ich Ruh` ,
denn dann schließe ich für immer
meine Augen zu.

Doch nimm noch an
einen guten Rat:

Schreite fortan nur noch für Dich
von Tat zu Tat,

denn ernten wirst Du meist nur
Deine eigene Saat!




Angst


So lautlos wie meine Gedanken,
so verhallen auch meine Schritte
- unbemerkt -
in der Stille dieser Nacht.

Nur das rascheln der Blätter läßt ahnen,
welch` barsches Schicksal
hier manch einem ist widerfahren.

Bei jedem Atemzug läßt die Kälte
Rauhreif in die Lüfte schlagen;
die Einsamkeit bringt mir
dämonisches Unbehagen.

Des Herzens schlagende Kraft
vermischt sich mit dem Donnern
des Gewitters,
in dieser vernebelten Nacht.

Auf den Dächern prasselt nun der Regen,
so unaufhörlich
wie die Bäume sich bewegen.

Grelle Blitze zucken auf und nieder,
groteske Schatten
schlagen mir in die Glieder.
Und so wie die Zeit spürbar hier verrinnt,
jeder Gedanke ein Netz sich spinnt,
welches aus erlebten und erträumten
beginnt zu leben,
anfängt sich zu senken
und sich zu heben.

Mein Leben sich langsam
im Nebel verliert
und das zeitlose
mich gänzlich ganz berührt.

Es versucht mich zu greifen
und mich zu packen
und ein kalter Schauer läuft hinunter
meinem Nacken.

Da bleibt nur noch ein gewaltiger Schluß:

Nur der Ängstliche -
vor Angst einmal sterben muß!




Eines Tages


Eines Tages
- in weiter Ferne -
hat der nächste Tag
keinen Morgen mehr.

Eines Tages
heißt es:
Abschied nehmen,
von gestern und davor.

Eines Tages
ist irgendwann,
wo es heißt:
zum letzen Mal.

Eines Tages
kommt der Tag,
der ist wie die Nacht,
bevor das Leben erwacht.

Eines Tages
ist alles dunkel
und es bleibt dunkel,
da es den Tag nicht mehr gibt.

Eines Tages ist alles Aus!




Endlosschlaf


Im Himmel ritt ein Schimmel,
und durch die Wolken zog ein Schiff in wilder Fahrt,
am Himmelstore stand ein Seeräuber
mit rot wucherndem Bart.

Alles ging so schnelle,
in meinem Dauertraum,
doch nichts wich mir von der Stelle,
überall nur Himmel und nirgendwo ein Baum.

Alles war frohgemut anzusehen,
kein Trübsal blies in mir,
nirgends Leid blieb bei mir stehen,
auch kein dunkler Gedanke der blieb hier.

Im Traume hab` ich`s Glück gefunden,
das letzte Glück war sonst lange her,
hab` mir`s auf`n Rücken gebunden
und wurde wach nie mehr.




Hörst Du?


Hörst Du?
Hörst Du die Langeweile,
die Ruhe dieser Nacht?

Hörst Du den Vogel
der da zwitschert
am quellenden Bach?

Hörst Du vielleicht auch im Wald
den Wandersmann,
der beim Laufen noch aus voller Kehle
singen kann?

Hörst Du in der Nacht
vielleicht auch die Sterne,
wie sie glitzern in der Ferne?

Oder hörst Du den Tag,
der Dich bis zum Abend
müde gemacht?

Hörst Du die Sonne
die scheint,
oder hörst Du den Mond,
der tagsüber weint?

Ja, hörst Du das Leben nicht
und alles das
was um Dich geschieht
und nur geschieht
um gehört zu werden?
Hörst Du das nicht?

Dann hörst Du mir auch nicht zu!




Reisen


Gehet auf die Reise... Reise... Reise,
damit ihr mal aus dem Alltag flieht.
Schlagt euch im Leben eine frohe Schneise
und lacht, wenn ihr von dannen zieht.

Gehet auf die Reise ganz geschwinde,
damit euch niemand mehr hier hält.
Paßt nur auf, auf das böse Gesinde`,
daß ihr nicht strauchelt, stolpert, taumelt, fällt.




Gelobtes Urlaubsland


Wo im Wald die Käuzchen dem Wanderer lauschen,
ein Bächlein gar leise rinnt;
wo die Füchse sich "Gute Nacht!" sagen
und jedwedes Vöglein singt;
wo noch Fische springen im alten Vater Rhein,
und stille Burgen liegen im sonnigen Schein;
wo nach arbeitsreichen Tagen man Ruhe endlich fand,
da will man hin, ins heißgeliebte Urlaubsland.

Wo man nichts mehr hört, von Problemen und Militär,
nur einzig der Förster haben darf noch ein Gewehr;
wo Ruhe und Friede ist des Menschen erste Pflicht
und auf den Bergen man hat die allerschönste Aussicht;
wo das Meer weit weg ist, mit seinem Strand,
da weiß man, man ist im wunderschönen alpinen Urlaubsland.

Wo der Wind ungebremst kräftig weht
und deftiges Essen aus Kohl den Magen ein wenig aufbläht;
wo es gibt noch ruhige Wege und keine Staus,
dort wo man geht überm Deich zum Strande hinaus;
wo es Wasser gibt, soweit das Auge reicht, und dazu endlos Sand,
da ist der Norden, dort ist herrliches Dithmarscher Urlaubsland.

Wo es spaßig zugeht und jedes Kind lacht
und die Tage lang sind, bis spät in die Nacht;
wo die Menschen zum Gruße noch winken mit dem Hut
und man fast in Gastfreundschaft ertrinkt, wie in einer Flut;
wo die Menschen singen und sich geben noch herzlich zur Begrüßung die Hand,
da hat man Urlaub, egal wie es heißt, dies großartige Urlaubsland.

Später Zuhause - weit weg von der Ferne -,
wo jeder Tag ist ohne heiteren Gesang,
täglich schlechte Nachrichten man hört,
von denen einem wird bang,
in schönster Erinnerung sich ständig quälend
an wundervollste Urlaubszeit,
den Koffer deshalb noch gepackt
und darum stets zur Abreise bereit,
am liebsten das Reiseticket man hätte
schon längst in der Hand,
weiß man, was man will - zurück,
ins gelobte Urlaubsland.




Weltreise


Willst du um die Welt mal reisen,
von China bis zum Belt,
schlage dir durch undurchsichtige Nebel Schneisen,
sonst verirrst du dich in der Welt.

Nimm Karten mit, auch wenn sie wiegen,
gehe früh, da ist die Welt noch im Lot,
paß auf - auf dich, laß Schmutziges liegen,
und nimm dir mit ausreichend Brot.

Laß nieder dich wo Menschen singen,
die kräftig trällern aus stolzer Brust,
wo Kastagnetten und Gitarren klingen,
wo Menschen tanzen vor Freude Lust.

So wirst du wandern, staunen, innehalten,
hab` nur immer mit ein wenig Geld,
das wenige davon, mußt du gut verwalten,
damit es bis zum Schluß auch hält.

- Also dann, gute Reise
um die Welt!




Veränderliche Gemüts-Wetterlagen


Die Laune und das Wetter sind veränderlich,
es ergeht uns heute so und morgen so.
Kaum zeigt sich die Sonne,
ist die Welt hell und froh.

Und morgen?

Heißa, wie geschwind
dreht sich plötzlich der Wind.


Sobald ein kräftig` Lüftlein weht
und es zieht herauf ein dunkles Tief,
ein Tränlein in einem meiner beiden Augen steht,
mein Mund krümmt sich nach unten recht schief.

Und morgen?

Heißa, wie geschwind
wendet sich plötzlich wieder der Wind.


Die Sonne lacht mich sodann fröhlich an,
eine schöne Blume, auf einer Wiese, ich pflück`,
am Himmel zieht die Sonne ihre Bahn,
was hab` ich jetzig für ein Glück.

Und morgen?

Da läßt die Sonne sich nicht blicken,
den Tag kann man dann wohl knicken.

Heißa, wie geschwind
weht mir morgen wohl ins Gesicht der Wind.


Doch jetzig ist es heiß, die Luft duftet süß,
kleine Wölkchen ziehen am Himmel umher,
es ist, als wär` ich heut im Paradies,
doch trau ich dem Wetter nun nicht mehr.

Denn heute ist es zwar heiß,,
aber morgen vielleicht schon wieder kalt wie Eis.

So`n Scheiß!




Herbst

Wenn im Herbst die Blätter fallen,
das Bunte dem Grau muß weichen,
stellen sich bei Dir Erinnerungen ein,
an des Sommers farbenfrohe Pracht,
an den Blumen,
die Dir den Tag haben schöner gemacht,
an den grünen Blättern
der Buchen und Eichen,
die nun dem grauen Herbst müssen weichen.

Doch es lebe auch der Herbst.
Erkenne, daß er dich bereichert!
Er hat Dir Erfahrung gebracht.

Alles hat einmal ein Ende,
doch es wird immer wieder
ein neuer Anfang gemacht.




Vier Jahreszeiten - Glück und Leid


Fast jeder Tag hat Dir Freude gemacht,
aber manchmal hat er Dir auch ein wenig
Leid gebracht.

Jede Jahreszeit hat Dir dabei
die ihr eigentümliche Macht gezeigt,
und Du durftest oft spüren
wie Kälte oder Glut
- ja auch manchmal Schmerzen -
sich im Körper rühren.

Und trotzdem hast Du Dich oft
dankbar gezeigt
(und aus Leid hast Du dann Glück gemacht)
in jeder Jahreszeit,
an jedem ihrer Tage,
denn Dir wurde klar
wie schön das Leben
trotz manch unerträglichen Leid`s
in den vier Jahreszeiten war.




Sommermorgen


Aufsteigt der erste Sonnenstrahl
aus dem dunklen Morgenrund,
hinab auf die Erde, auf Berg und Tal,
überall hin, selbst bis auf den Meeresgrund,
wo das Licht nun in alle Winkel fließt.

Und die Menschen werden aus ihrem Schlafe geweckt,
ja mit Sonnenstrahlen gar gekitzelt und geneckt,
wobei das Leben in allen Stuben langsam erwacht,
so bunt wie das Paradies im Himmelsreich,
und alles strömt auf Erden
und doch vieles ruht noch zugleich.




Jahreswechsel


Ein Jahr ist nun vergangen,
jetzt erst wird es Dir richtig bewußt.

Ein Jahr hast Du gelebt
und oft in dieser Zeit
nach Deinem wahren Ich gestrebt.

Bist über Stock und Stein gegangen,
hast gelacht und geweint,
gesungen und getrunken.

In den schönsten Stunden
hast Du erlesene Speisen gegessen
und manche Sorge
dabei vergessen,
und hast vor alledem gemerkt
was Leben ist.

Und glaube mir,
die schönsten Zeiten
sich man am liebsten merkt,
schlechte am besten man vergißt,
doch eins ist sicher,
dies wird so bleiben,
solange wie man am Leben ist.




Frohes neues Jahr


Trinkt, Leute, trinkt.
Begrüßt frohgemut das neue Jahr.
Hebt hoch die Tassen und singt:
"Vergangen ist, was gestern noch war! ".

Sauft, Leute, sauft.
Das letzte Jahr war genug trunken von Schweremut.
Keiner weiß was morgen kommt,
heute noch Wüste und morgen vielleicht schon die Flut.

Rauft, Leute, rauft.
Rauft Euch zusammen.
Macht Euch gemeinsam auf den Weg,
welcher für Euch in die Zukunft geht.

Lauft, Leute, lauft.
Vergeßt was früher geschah.
Die Zeit, die jetzt kommt, ist die Eure,
also nun dann: "Prosit Neujahr! ".




Hättest Du


Hättest Du die Seefahrt erfunden,
ja, das glaube mir,
dann wären wir nicht an Land,
nein, dann wären wir jetzt auf dem Meer.

Hättest Du die Schiffe erfunden,
ja, das wäre toll,
wir segelten in jedem Hafen
und hätten den Kahn mit Weibern voll.

Hättest Du den Beruf des Seemanns erfunden,
ei, wie wäre das schön,
dann würden wir darauf einen trinken
und danach zusammen segeln gehen.

Hättest Du den Durst erfunden,
ja, das glaube nur,
dann hätten wir uns einen getrunken,
den Gin und den Rum. Und beides pur!

Hättest Du den Rum erfunden,
nein, nun glaube mir nicht,
des Seemanns Beruf ist die See
und das Trinken nicht des Seemanns Pflicht.

Hättest Du das Wasser erfunden,
ja, wo denkst Du wohl hin,
daß das Wasser keine Balken hat
das käme Dir doch nie in den Sinn.

Ja, hättest Du die Schiffe erfunden,
dann wäre das Meer unendlich weit,
es gäbe auf der Welt keine Berge mehr
und niemals Orte wo es schneit.




Friede, Freiheit, Abenteuer und Glück


Ich hatte einen Traum -
vom Glück in dieser Welt.
Doch er verlor sich für immer in die Ewigkeit,

weil Geld als Glück hier zählt,


weil Geld als Glück hier zählt,

weil Geld als Glück hier zählt.

Wer schafft nun den Frieden auf dieser Erde?
Wer vernichtet alle Bomben und die Gewehre?

Und da war noch ein Traum,
von Friede und Freiheit -

doch der verwirklicht sich wohl kaum,


doch der verwirklicht sich wohl kaum,

doch der verwirklicht sich wohl kaum.

Wo ist der Revolutionär
der die Tabus nicht kennt
und alle Ideologien verbrennt?

Wo ist die Freiheit und das Abenteuer
die der Mensch nun braucht?

Aber Arbeit tut`s wohl auch,


aber Arbeit tut`s wohl auch,

aber Arbeit tut`s wohl auch.

An einem nie gesprochenen Wort
wachsen Gedanken auch nie fort.
An einem nie gepflanzten Baum

wachsen Früchte wohl kaum,


wachsen Früchte wohl kaum,

wachsen Früchte wohl kaum.

Ich will Friede, Freiheit, Abenteuer und Glück!

Stück für Stück


und Stück für Stück!

Ich will Friede, Freiheit, Abenteuer und Glück!

Stück für Stück


und Stück für Stück!





Für eine neue Welt


Komm und geh` ....!

Komm und geh` mit mir auf eine Reise
durch alle Lande dieser Welt.
Komm und breche mit allen die Bande,
damit uns niemand mehr hier hält.

Komm und geh` ....!

Komm und geh` mit mir
durch diese Welt,
die wir uns nehmen wie sie uns gefällt.
Wo man unseren Frieden nicht mehr bricht
und man alle unsere Hoffnungen
nicht mehr im Keim erstickt.

Komm und geh` ....!

Komm und geh` mit mir auf eine Reise
in die Ferne,
zu den Sternen,
durch das All,
wo man als Könige uns empfängt.
Komm und geh` ....
.... mit mir dahin!

Komm und geh` ....!

Komm und geh` mit mir auf eine Reise,
in das Land meiner Träume,
durch die Wogen der Meere,
die unseren Atem im Stillstand hält.

Komm und geh` ....!

Komm und geh` mit mir auf diese Reise
der anders gedachten Gedanken,
deren Worte ohne Schranken,
auf deren Weg in die Freiheit
uns gefällt.

Komm und begeh` ....
.... diesen Weg,
den außer uns schon keiner mehr kennt.

Komm und geh` ....,

.... denn Du gehörst dazu!




Phönix aus der Asche


Hey - Du da draußen!
Hältst Du in Deiner Hand nicht das Licht?

Ewig sollst Du leben,
denn sterben wollen wir nicht.

Siehst Du die Erde
und den Himmel der nicht brennt?
Sieh` mit mir in die Ferne
und schau ob das Ewige
noch ewig hält!

Hey - Du da draußen!
Schau ob das Universum nicht bricht!

Stetig soll das Band uns halten,
was Liebe uns verspricht.

Siehst Du die Erde
und den Himmel der nicht brennt?
Sieh` mit mir in die Ferne
und schau ob das Ewige
noch ewig hält!

Hey - Ihr alle!
Ihr seid doch von Gott verdammt
auf dieser Welt.

Er schaut in Eure Gesichter
und zählt dabei die letzten Tage dieser Welt.

Siehst Du die Erde
und den Himmel der nun brennt?
Siehst Du die Erde,
die das Feuer nun fängt?
Dann sieh mit mir in die Ferne
und schau ob Phönix aus der
Asche nun bricht!

Und schau - schau - schau -
ob Phönix aus der Asche
nun bricht!




Lebensfluß


Ich bin so ausgewogen,
in Raum und Zeit.

Und alsbald doch schon ganz verflogen,
von materieller Einigkeit.

Ich fühle mich daher
von Natur aus leicht betrogen.
Betrogen um die Zukunft
und um die Vergangenheit.

Will alsdann nur noch leben
und genießen,
das Gefühl von Zeit.

Und nach Gegenwart
liegt daher mein ganzes Streben,
doch berühre ich sie,
so bricht sie mir gleich entzwei.

Ständig, so scheint`s,
läuft sie mir zwar entgegen,
doch in Wirklichkeit
fließe ich nur an sie vorbei.




Gönnen und Neid


Wer kann,
in welchen Tagen,
ganz vollkommen und ohne Unbehagen,
frei und fröhlich von sich sagen,
dem Mensch in allen Lebenslagen
immer nützliche Dinge getan zu haben,
und das so ganz ohne Klagen,
auch wenn dabei Schmerzen,
irgendwo im Magen,
größtes Unbehagen verursacht haben?

Dies sicher ist oft selten genug,
liegt aber doch gerade nur auf denjenigen ein Fluch,
die sich selbst nicht ganz geheuer,
haben anderen nicht gegönnt
dem Menschen ihre Wurst auf ihrem Brot.
Doch das Schicksal rächt sich teuer,
irgendwann steckt jeder mal in der Not.

Finden diese Menschen doch noch Hilfe,
wird erst einmal (und ganz alleinig)
Gott hoch gelobt,
nicht daran denkend,
daß oft andere auch ihnen
in ihrem Leben geholfen haben,
zu überstehen,
selbst die schwierigsten Tage,
und welche selbst mit denen,
die anderen nichts gönnten,
geteilt haben
oft ihr letztes Brot.

Das Leben ist nun mal hart,
all die ganzen Jahre,
von der Wiege bis zur Bahre.
Doch sollte sich jeder das Leben,
welches er für sich selbst hat gewünscht,
auch anderen zugestehen,
sonst wird das Leben,
dies muß nun ein jeder fürwahr eingestehen,
für ihn selbst auch ganz fürchterlich unangenehm.




- Revolutionsgedicht -


Und alle Mächte
werden einmal Knechte

Und alle Macht,
die werden wir brechen.
Und alles Blut,
das werden wir rächen.

Unsere Knechtschaft
vergessen wir nun,
nehmt Eure Waffen
und lasset uns was tun.

Und vom Tische
jagen wir unsere Bedränger,
ihre Despotie
ertragen wir nicht länger.

Denn in uns
wächst der Gedanke auf,
Menschen -
das sind wir auch!

Mit unserem Blute
habt Ihr uns gejagt.
Und mit Eurem Blute
haben wir immer gespart.

Und mit dem Säbel
habt Ihr immer gerasselt.
Und wir haben zu oft
von Frieden gequasselt.

Und all` unser Leiden
hat bald ein Ende,
denn unsere Revolution
hat tausend Hände.

Und jede Hand
hat noch einen Fuß,
und Friede, Freiheit
und uns zum Gruß.

Und auf in den Kampf -
Dein Herz zeigt Widerstand!

Und alle Macht an alle!




Mördergrube meines Herzens



Vor 20 Jahren war ich noch ein junger Spor,
heute fühle ich mich eher wie ein Tor.

Ein Narr muß ich doch in jüngsten Jahren gewesen sein,
zog ich alles Leid der Welt in mir hinein.

Meine Seele hat`s dadurch schon früh zerrissen,
mein Gehirn ist deshalb heute vom Grübeln schon fast verschlissen.

Lösen wollte ich damals alle Probleme dieser Welt,
vor den Menschen dastehen wollte ich wie ein Held.

Packte alles an, voller Menschenwut,
in der Hoffnung, was ich mach` wird letztendlich gut.

Habe mich damit aus dem üblichen
zwischenmenschlichen Rahmen gestellt,

manch and`rer Zeitgenosse hat mich nicht verstanden
und mir deshalb ein Beinchen gestellt.

Schwer wurden dadurch all die Jahre,
in meinem Herzen trage ich schon die Bahre.

Grub darum im Herz schon für mich ein großes Loch,
zudem der Weltenschmerz quält mich noch und noch.

Lasse das polemisieren nämlich niemals sein,
stelle mir damit immer selbst ein Bein,

bis ich eines Tages sinke tot in die von mir selbst geschaffene Herzensgrube,
bin mir dann mein eigener Mörder, gar mir selbst ein Lude,

verkaufte mich nämlich an den Rest der Welt,
so darf man sich nicht wundern, wenn man dann in die

Mördergrube seines Herzens fällt!



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